Mittelstand, Pferde und Moor – MIT auf Tour im Südkreis
Drei ganz unterschiedliche Stationen standen am Donnerstag, 27. August, auf dem Programm der MIT Nienburg: das Autohaus Nobbe und der Reiterhof Hüsemann in Großenvörde sowie zum Abschluss das Moorcamp in Warmsen. Mit dabei waren auch CDU-Landratskandidat Dennis Seebode und Uchtes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Kaltofen. Im Mittelpunkt standen Unternehmen und Menschen, die investieren, sich weiterentwickeln und mit ihren Ideen den ländlichen Raum prägen.
Erste Station war die Ferdinand Nobbe GmbH in Großenvörde. Dort gibt es in diesem Jahr einen besonderen Grund zum Feiern: Das Familienunternehmen besteht seit 75 Jahren.
Angefangen hat alles 1951 mit einer Schmiede, die Ferdinand Nobbe in Großenvörde gründete. Später kamen Landmaschinen hinzu. Als Sohn Ulrich Nobbe den Betrieb übernommen hatte, stand irgendwann die Frage im Raum, ob künftig auch Autos auf den Hof gehören sollten. Nach einigen Diskussionen innerhalb der Familie fiel die Entscheidung dafür – und 1981 begann die Zusammenarbeit mit Toyota.
Heute führt Dennis Nobbe das Unternehmen gemeinsam mit Sebastian Kindermann. Aus der Schmiede tief im Südkreis ist ein Unternehmen mit mehreren Standorten und mittlerweile 204 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden.

Karsten Heineking überbrachte zum 75-jährigen Bestehen die Glückwünsche und eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer. Dass Nobbe auch bei Toyota einen besonderen Stellenwert genießt, zeigt eine Auszeichnung aus dem Jahr 2021: der Toyota Ichiban Award.
„Ichiban“ bedeutet auf Japanisch „Nummer eins“. Mit dem Preis zeichnet Toyota jedes Jahr Händler aus, die insbesondere bei Kundenorientierung und Kundenerlebnis herausragen. Mehr als 2.500 Toyota-Händler in Europa kommen für die Auszeichnung infrage. 2021 wurden 44 Händler aus 32 europäischen Ländern ausgezeichnet – darunter lediglich drei aus Deutschland. Nobbe gehörte dazu. In dem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr floss außerdem die Innovationskraft der Händler in die Bewertung ein.

Nur wenige Häuser weiter wartete mit dem Reiterhof Hüsemann die zweite Station. Der Pferdebetrieb ist noch vergleichsweise neu am Standort Großenvörde. Karsten Heineking hieß die Betreiber deshalb noch einmal ausdrücklich willkommen. Er hoffe, dass sie sich in Großenvörde wohlfühlen, gute Bedingungen für ihre Arbeit vorfinden und den Betrieb in den kommenden Jahren erfolgreich weiterentwickeln können.

Von Großenvörde ging es anschließend weiter ins Große Moor. Dort hat Ulrich Nobbe ein Projekt verwirklicht, in dem viel persönliches Herzblut steckt. Der erfolgreiche Autohändler ist selbst begeisterter Camper und hat mit dem Moorcamp in Warmsen einen besonderen Anlaufpunkt für Camping- und Naturfreunde geschaffen.
Der parkähnlich angelegte Platz liegt zwischen Wiesen und Wald unmittelbar am Großen Uchter Moor. Neben großzügigen Stellplätzen gehören unter anderem Camping-Pods, Aufenthaltsraum und Küche, moderne Sanitäranlagen, Spielplatz und Boulebahn zum Angebot. Die Lage bietet zudem einen guten Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren und für Ausflüge ins Große Moor.

Diese Verbindung macht das Moorcamp besonders: Hier treffen persönliche Leidenschaft, touristisches Angebot und eine der außergewöhnlichsten Naturlandschaften unserer Region aufeinander.
Bei Bratwurst und Bier im Moorcamp klang der Abend schließlich aus. Nach drei sehr unterschiedlichen Stationen blieb dabei noch Zeit für Gespräche und Austausch.
Vom 75 Jahre alten Familienunternehmen über den noch jungen Pferdebetrieb bis zum mit viel persönlichem Herzblut aufgebauten Moorcamp hatte der Abend ganz unterschiedliche Einblicke zu bieten. Und vor allem viele Gelegenheiten, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die diese Betriebe führen und weiterentwickeln.

