Starker Katastrophenschutz braucht starke Strukturen
Katastrophenschutz, Rettungsdienste und die Arbeit unserer Hilfsorganisationen sind unverzichtbar für die Sicherheit der Menschen im Landkreis Nienburg. Die CDU-Kreistagsfraktion setzt sich deshalb seit vielen Jahren dafür ein, diese Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte verlässlich zu unterstützen.
Wie wichtig dabei auch gute räumliche und technische Voraussetzungen sind, wurde bei einem Besuch des DLRG-Ortsverbandes Rehburg-Loccum deutlich. Gemeinsam mit unserem Landratskandidaten Dennis Seebode, unserem heimischen Landtagsabgeordneten Dr. Frank Schmädeke und Mitgliedern der CDU Rehburg-Loccum ging es um die Entwicklung des neuen Standortes im ehemaligen Kindergarten „Spielwiese“ und die Pläne für eine dringend benötigte Fahrzeughalle.
Mit mehr als 500 Mitgliedern ist die DLRG Rehburg-Loccum einer der großen Ortsverbände in unserem Landkreis. Ihre Aufgaben reichen von der Schwimmausbildung und dem Wasserrettungsdienst über den erweiterten Rettungsdienst bei einem Massenanfall von Verletzten bis zum Katastrophenschutz.
Auch beim Nachwuchs ist der Ortsverband gut aufgestellt. Schwimmkurse sind stark nachgefragt und rund 20 Kinder und Jugendliche engagieren sich bereits im Jugendeinsatzteam. Hier wachsen junge Menschen Schritt für Schritt in die Aufgaben der DLRG hinein und übernehmen später Verantwortung im Einsatzdienst, in der Schwimmausbildung oder am Beckenrand.
Für diese Arbeit braucht es jedoch die passende Infrastruktur.

Seit dem vergangenen Jahr nutzt die DLRG den ehemaligen Kindergarten in Rehburg. Damit besteht erstmals die Möglichkeit, einen dauerhaften Mittelpunkt für Ausbildung, Jugendarbeit, Verwaltung und Vereinsleben zu schaffen. Was weiterhin fehlt, ist eine geeignete Unterstellmöglichkeit für die Einsatzfahrzeuge und die umfangreiche technische Ausstattung.
Geplant ist eine rund 34 mal 18 Meter große, bewusst einfach gehaltene Fahrzeughalle. Allein für die Halle werden Kosten von rund 300.000 Euro erwartet. Hinzu kommen voraussichtlich mindestens noch einmal Kosten in ähnlicher Höhe für Gründung und Gestaltung des Außenbereichs. Eine Investition dieser Größenordnung kann ein ehrenamtlich getragener Verein nicht allein bewältigen.
Genau hier zeigt sich, dass Katastrophenschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Bund, Land und Landkreis stellen Fahrzeuge und technische Ausstattung zur Verfügung. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass diese sicher untergebracht, gepflegt und im Ernstfall schnell eingesetzt werden können. Wer auf leistungsfähige Hilfsorganisationen setzt, muss deshalb auch die notwendige Infrastruktur im Blick behalten.
Die CDU-Kreistagsfraktion begleitet die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes im Landkreis Nienburg seit vielen Jahren. Dazu gehört neben einer guten technischen Ausstattung auch die verlässliche Unterstützung der Organisationen und der vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die im Ernstfall für uns alle da sind.
Für das Vorhaben in Rehburg-Loccum müssen nun die verschiedenen Fördermöglichkeiten und Zuständigkeiten zusammengebracht werden. Auch das Land soll dabei einbezogen werden. Dr. Frank Schmädeke unterstützt den Ortsverband bei der weiteren Klärung möglicher Förderwege.

Die DLRG Rehburg-Loccum zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unseren Hilfsorganisationen steckt. Mehr als 500 Mitglieder, eine starke Nachwuchsarbeit und eine leistungsfähige Katastrophenschutzeinheit sind das Ergebnis jahrelangen Engagements.
Ein sicherer Landkreis braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Unsere Aufgabe als Politik ist es, dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
